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Mobile Visite

Projektfeld
Gesundheit und Betreuung

 

Partner
Klinikum Friedrichshafen, Philips, Deutsche Telekom / T-Systems


Arzt und Krankenschwester bei der mobilen Visite eines Patienten.

Arzt und Krankenschwester bei der mobilen Visite eines Patienten.

 

Kurzbeschreibung
Die mobile Visite ist deutschlandweit das erste Telemedizinsystem zur interaktiven Betreuung chronisch herzkranker Patienten. Hiermit ermöglicht T-City gemeinsam mit dem Systemanbieter Philips niedergelassenen Ärzten und Krankenhäusern die medizinische Betreuung und Therapie an Herz¬insuffizienz-Erkrankten in deren eigenen vier Wänden.


Per Fernseher übermitteln die Patienten regelmäßig ihre Vitaldaten wie Blutdruck, Herzfrequenz oder Körpergewicht an die Klinik. Dazu wird das Fernsehgerät in die Telematik-Infrastrukur von Praxen und Klinken eingebunden. Für den Betrieb des individuell auf jeden Kranken abgestimmten Monitoring-Systems benötigen die Patienten eine Set-Top-Box für den Fernseher, einen Breitbandanschluss, eine digitale Waage und ein Blutdruckmessgerät. Waage und Blutdruckmessgerät übertragen die Daten kabellos über ein sicheres Netz zum Krankenhaus und werden dort von einem Rechner automatisch ausgewertet.
Geben die Daten Anlass zur Sorge oder Hinweise auf Abweichungen im Gesundheitsverlauf des Patienten, löst das System unmittelbar entsprechende Korrekturen und Anweisungen durch das medizinische Personal aus. Mit ersten Krankenkassen wurde ein integrierter Versorgungsvertrag geschlossen, der Ärzten und Klinikum die Abrechnung ihrer Leistung ermöglicht.


Projektziel
Das Telemedizinsystem soll die Patienten dabei unterstützen, sich eigenverantwortlich und therapiegerecht zu verhalten und ihre Krankheit als Teil ihres Lebens zu akzeptieren. Ziel ist es, dadurch die Lebensqualität der Anwender deutlich zu steigern.


Nutzen
Ärzte können ihre Patienten dank Datenfernübertragung lückenlos und kontinuierlich betreuen. Schwer kranke Menschen fühlen sich dadurch sicher, ohne dass sie jeden Tag zum Arzt oder in die Klinik gehen müssen. Zusätzlich wirkt sich die private Umgebung positiv auf das Wohlbefinden und damit auf die Genesung der Patienten aus.


Projektstatus
Das Telemedizinsystem wird seit 2008 zur Betreuung von Herzinsuffizienz-Patienten in der T-City Friedrichshafen und der Region Bodensee / Oberschwaben eingesetzt. Basis hierzu ist ein integrierter Versorgungsvertrag, der zwischen den Krankenkassen (derzeit DAK, BARMER Ersatzkasse, BKK ZF&Partner, BKK MTU Friedrichshafen), dem Klinikum Friedrichshafen, Hausärzteverein Friedrichshafen e.V., Ärztenetz Bodenseekreis und niedergelassenen Vertragsärzten geschlossen wurde.


Die Arbeitsgruppe Stadt- und Regionalforschung des Geographischen Instituts der Uni Bonn hat Ende 2010 eine Evaluation des Projektes Mobile Visite abgeschlossen. Ein wichtiges Ergebnis: Patienten, die durch die Mobile Visite unterstützt werden, verfügen tatsächlich über ein Gefühl der Sicherheit, was sie als Steigerung ihrer Lebensqualität wahrnehmen. Weitere Informationen zur T-City Begleitforschung unter www.forschung-tcity.de.

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