
Nach der Kür des Gewinners Friedrichshafen und erfolgreich gemeisterter CeBIT mit der Verleihung des Jury-Sonderpreises im Wert von 100.000 € an die Stadt Arnsberg hat die Telekom mit einem offiziellen Projektstart am Bodensee die Umsetzungsphase eingeläutet. Nun ist neben den Maßnahmen in Friedrichshafen natürlich auch daran gedacht, die im Rahmen des Wettbewerbs ausgelobte Siegprämie für die neun Zweitplatzierten zeitnah umzusetzen.
Herr Bollow, zur Erinnerung: Was haben die Zweitplatzierten gewonnen?
Jörg Bollow: Gemäß den seinerzeit ausgelobten Wettbewerbsprämien erhalten die Städte Arnsberg, Coburg, Frankfurt (Oder), Görlitz, Kaiserslautern, Kamp-Lintfort, Neuruppin, Osterholz-Scharmbeck und Schwäbisch-Hall Leistungen der Deutschen Telekom AG für die Realisierung von Projektideen im Wert von 50.000 Euro.
Nun haben ja die Zweitplatzierten jeweils eine ganze Reihe von Projektideen entwickelt. Wie muss man sich den Auswahlprozess vorstellen, welches konkrete Projekt nun in der jeweiligen Stadt umgesetzt werden soll?
Jörg Bollow: Wir haben die Städte informiert, dass wir sie gerne zwecks schneller Umsetzung alsbald besuchen möchten, um die weiteren Modalitäten zu besprechen. Wir gehen davon aus, dass wir von den Städten im Mai Gelegenheit dazu erhalten. Seitens der Deutschen Telekom wird ein kompaktes 3er-Team teilnehmen. So können wir sehr schnell und effektiv in Kooperation mit der jeweiligen Stadt definieren, welches Projekt sich am besten eignet, mit unseren Leistungen im genannten Umfang umgesetzt zu werden. Wie gesagt, wir werden das gemeinschaftlich mit den Städten definieren – unsere Leistungen sollen ja wie in Friedrichshafen dazu beitragen, die Lebens- und Standortqualität in den neun Städten zumindest in einem Bereich spürbar zu verbessern.
Wer kümmert sich seitens der Deutschen Telekom nach erfolgter Projektdefinition um die Umsetzung?
Jörg Bollow: Die Umsetzung soll in Absprache mit den Städten durch unsere erfahrenen Kollegen aus der Linie erfolgen. Sprich die Stadt bekommt einen Ansprechpartner der sich um die weitere Umsetzung des lokalen Proiektes kümmert.
Das hört sich für Friedrichshafen als Gewinner und die neun Zweitplatzierten nach einem spannenden Jahr 2007 an. Nun haben insgesamt 52 Städte am Wettbewerb teilgenommen, für die der Vorstandsvorsitzende René Obermann anlässlich der Gewinnerkür ebenfalls eine gewinnbringende Maßnahme in Aussicht gestellt hat – das „Netzwerk Zukunftsstädte“. Wie sieht es mit dieser Maßnahme aus?
Jörg Bollow: Der T-City-Wettbewerb ist ja kein Selbstzweck und auch kein Marketingtool, wie René Obermann es auf der Pressekonferenz am 21. Februar ja auch noch ein Mal deutlich betont hat. Mit den über 1000 Projektideen des Wettbewerbs haben wir einen Denkprozess in den Kommunen und übrigens auch in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in Gang gesetzt, der in Deutschland seinesgleichen sucht. Natürlich wollen wir diesen Prozess gewinnbringend für die kommunale Entwicklung weiter vorantreiben – gebündelt im „Netzwerk Zukunftsstädte“. Wir erarbeiten derzeit vor dem Hintergrund der über 1000 Projektideen und den für das Netzwerk seinerzeit entwickelten Konzepten Strukturen, Prozesse und Plattformen, auf denen wir dieses Know-How, diese geballte Kompetenz für die Entwicklung unserer Kommunen basierend auf modernster Breitbandtechnologie für alle 52 Wettbewerbsteilnehmer nutzbar machen. Ich möchte noch nicht zu sehr ins Detail gehen, aber wir denken beispielsweise ganz konkret über onlinebasierte, hoch entwickelte Möglichkeiten nach, die Städte „moderiert“ zu vernetzen, so dass Wissen und Erfahrungen über einen sehr effektiven Austausch sehr effektiv nutzbar gemacht wird.
Ich kann ihnen versichern das erste und vor allem sichtbare Formen dieses Netzwerkes in kürzester Zeit zu erleben sein werden. Wir werden die kostbare Energie, die um den T-City Wettbewerb bereits freigesetzt wurde, ganz im Geist des Wettbewerbsgedankens weiter nutzen.
Alle 14 Tage, Di, 18:00 Uhr auf Regio TV Euro 3.
Unsere Podcasts mit einem bunten Themenmix rund ums T-City Projekt.
Unser Printmagazin als Online-Ausgabe.
