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Telekom bietet Sportlern Perspektiven

31.03.2010

Für Leistungssportler ist es schwierig, neben der sportlichen Karriere Zeit für die berufliche Weiterbildung zu finden. Die Telekom und die Deutsche Sporthilfe (DSH) bieten Workshops an, die den Athleten beim Aufbau einer beruflichen Existenz helfen. Zum dritten Bewerbertraining kamen Weltmeister und hoffnungsvolle Nachwuchsathleten.

"Besonders das persönliche Gespräch und die Überprüfung meiner Bewerbungsunterlagen haben mir sehr geholfen", sagt Florian Mennigen. Der 27-jährige ist Weltmeister im Ruderachter (2009, Polen) und schreibt zurzeit seine Masterarbeit im Fach Wirtschaftspsychologie. In einigen Monaten will er sich für einen Job bewerben. "Ich weiß jetzt, was in einem Bewerbungsgespräch von mir erwartet wird und was ich verbessern kann." Denn im Mittelpunkt des Workshops standen die richtige Suche nach Jobangeboten, das perfekte Anschreiben und die Simulation eines Bewerbungsgesprächs.

Nicole Hirning (rechts), vom Recruiting & Talent Service der Deutschen Telekom, beantwortet die Fragen der Teilnehmer.

Nicole Hirning (rechts), vom Recruiting & Talent Service der Deutschen Telekom, beantwortet die Fragen der Teilnehmer.


"Wir zeigen hier hochmotivierten Nachwuchskräften, wie sie ihre Stärken am besten präsentieren. Gleichzeitig wecken wir vielleicht ihr Interesse – denn wir suchen nach Talenten, nicht nach Abschlüssen", erklärt Marc-Stefan Brodbeck, Leiter des Recruiting & Talent Service (RTS). Deswegen raten auch die Trainerinnen Nicole Hirning und Christina Klein den Teilnehmern: "Kommuniziert euren Sport als Beruf, als vollwertige Tätigkeit." "Ich habe immer versucht, Studium und Sport zu vereinen. Aber manchmal funktioniert das nicht, wie im Olympiajahr. Da muss man Schwerpunkte setzen", sagt Florian Menningen.


Telekom will unterstützen

Die sechs Teilnehmer des Bewerbertrainings kamen aus den unterschiedlichsten Sportarten. Wasserballerin Linda Gerritsen, die bei der WM 2005 mit der Mannschaft in Montreal Platz fünf belegte, war ebenso dabei wie Geeske Genrich, Junioren-Europameisterin im Segeln und Leichtathletin Susanne Hahn, die 2008 bei den Olympischen Spielen in Peking am Marathon teilnahm. Andere wie die 17-jährige Basketballerin Jani Martinius stehen noch am Anfang ihrer Karriere.


Sie alle aber bewegt die Frage: Was kommt nach der sportlichen Laufbahn? Stephan Althoff, Leiter Konzernsponsoring, setzt genau an diesem Punkt an: "Wir wollen als einer der größten Arbeitgeber in Deutschland genau da unterstützen, wo für die meisten Athleten der größte Förderbedarf besteht: In der Planung der beruflichen Karriere nach dem Sport."


Willkommene Hilfe

"Mir hat es sehr geholfen, dass das Training so persönlich gestaltet war", erklärt Sina Dostert. "Die Trainerinnen sind auf jede Frage eingegangen und konnten uns konkrete Tipps geben, wie wir im Ernstfall argumentieren sollen." Die 18-jährige zog für ihren Sport, das Fechten, extra von Krefeld nach Bonn, da sie hier beim Olympischen Fechtclub Bonn optimal gefördert wird. Nach dem Abi will sie sich ein Jahr komplett auf den Sport konzentrieren, dann studieren, vielleicht Sportmanagement. Ihr sportliches Traumziel sind die Olympischen Spiele 2016.


Die Shorttrackerin Aika Klein hat bereits in einem früheren Bewerberseminar gepunktet. Sie überzeugte während des Workshops Nicole Hirning, die ihr im Anschluss ein Praktikum in ihrer Abteilung anbot. Das nahm die Olympionikin dankbar an und begann am 24. März 2010 ein Praktikum im Personalmarketing des Recruiting & Talent Service.

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